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Der 1. Workshop: ARLT Wach-, Schließ- und Schutzdienst GmbH

Workshop mit ARLT Wach-, Schließ- und Schutzdienst GmbH12.04.2019

Sie ist seit fast 30 Jahren am Markt. Folglich kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass die ARLT Wach-, Schließ- und Schutzdienst GmbH bisher eine ganze Menge richtig gemacht hat. Denn sonst hätte die Leipziger Firma es nicht geschafft, sich in einem von scharfer Wettbewerbsintensität geprägten Umfeld zu behaupten. Doch wer eine erfolgreiche Vergangenheit vorweisen kann, muss trotzdem den Herausforderungen der Zukunft begegnen. Deshalb hat sich Geschäftsführer Hendrik Arlt an der IHK-Förderinitiative Dienstleistung beworben und wurde ausgewählt.

„Das ist eine interessante Erfahrung für uns“, betont Arlt. Es geht ihm darum, die Sichtweise von Dritten auf sein Unternehmen zu bekommen, also Impulse zu empfangen. Seine Firma ist stets organisch gewachsen und hat ihre Umsätze durch die Tätigkeit am Markt steigern können. Während Konkurrenten durch die Übernahme von Wettbewerbern auch an Innovationen gekommen sind, „waren wir immer auf uns selbst gestellt“.

Der Blick über den Tellerrand

Arlt beschäftigt viele Mitarbeiter, die schon lange Jahre dabei sind. Das spricht für ihn, hat aber auch den Nachteil, „dass uns dadurch hier und da ein paar frische Ideen fehlen“. Gelegentlich laute die Antwort auf Verbesserungsvorschläge, welche die Richtigkeit gewohnter Abläufe bezweifeln: „Nein, das haben wir schließlich immer schon so gemacht.“ Folglich geht es ihm in den Workshops darum, sich zu hinterfragen beziehungsweise von den Experten hinterfragen zu lassen, „ob wir noch zeitgemäß sind“. Der Blick über den Tellerrand eben.

Arlt räumt ein, dass er diesen Projektansatz „nicht unbedingt“ von der Kammer erwartet hatte. Er beschreibt sich selbst als „sehr kritische und anspruchsvolle Person“. Umso positiver ist er jetzt überrascht.

Die Methode: Business Model Canvas

Anhand des Business Models Canvas analysierte das Beraterteam von Fraunhofer im Rahmen des ersten Workshops die Arlt-Aktivitäten. Dabei wurden die wichtigsten Erfolgsfaktoren unter die Lupe genommen. Im Mittelpunkt des Modells steht die Frage, welchen Nutzen die Kunden von der Dienstleistung haben. Ferner werden die wichtigsten Tätigkeiten benannt, ohne die das Geschäftsmodell nicht funktioniert. Auch die Kostenstrukturen, Vertriebs- und Kommunikationskanäle, Einnahmequellen sowie die Qualität des Mitarbeiterteams kommen zur Sprache.

Die ARLT-Art der Kundenpflege

Eine erste Analyse zeigt, dass die Firma ARLT eine intensive Betreuung der Kunden betreibt, Referenzen auch von großen regionalen und überregionalen Unternehmen vorweisen kann und eine schnelle Einsatzbereitschaft garantiert. „Dienstleistung ist Vertrauenssache“, kommentiert der Firmenchef. Das bedinge eine maßgeschneiderte Betreuung. Mit dem einen Kunden setzt er sich einmal im Monat zusammen, andere wollten höchstens einmal im Jahr persönlichen Kontakt. Das eine wie das andere wird respektiert. „Wir betreuen individuell nach Bedarf.“ Das ist die ARLT-Art der Kundenpflege.

Stärken stärken

Aber ARLT kann mehr: Das Unternehmen unterhält vor Ort eine eigene Notrufzentrale – die einzige dieser Art im Großraum Leipzig. Sie ist rund um die Uhr besetzt und von einer auf Schadenverhütung spezialisierten Tochter des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft anerkannt. „So heben wir uns vom Markt ab“, sagt Arlt und räumt ein, dass dieser Aspekt noch stärker und vor allem verständlicher in der Kommunikation nach außen betont werden sollte. „Das meint sogar meine Frau“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Weitere Ideen wurden bei der Analyse der aktuellen Wertschöpfungsketten geboren: beispielsweise die einer Online-Lösung zum schnellen Buchen einfacher Leistungen via Homepage oder App. Arlt ist begeistert: „Das könnte zur Ausweitung unsers Dienstleistungsangebots führen, etwa mit einer Objektsicherung nur während der Zeit einer Urlaubsreise.“

„Der Auftakt-Workshop war für mich ein Erfolg“, bilanziert der Chef. Der zweiten Runde sieht es mit Vorfreude entgegen, denn die anfängliche Anspannung ist verflogen. Und da Fraunhofer nun wichtige Einblicke in seine Firma erhalten habe, „wird es bestimmt noch spannender“.

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