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Der 2. Workshop: Dorow & Sohn KG

Workshop mit Dorow & Sohn KG11.06.2019

Unternehmer sind in der Regel nüchtern kalkulierende Manager. René Dorow macht da eine Ausnahme – zumindest, wenn er über den Verlauf des zweiten Workshops spricht. „Das war ganz hervorragend, wir sind absolut begeistert“, gerät der Geschäftsführer der Dorow & Sohn KG fast ein wenig ins Schwärmen. Kein Wunder, schließlich ist die Oschatzer Firma in dem Bemühen, neue Wachstumsfelder zu erschließen, mit maßgeblicher Hilfe des Leipziger Fraunhofer Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie einen gehörigen Schritt weitergekommen.

Teppiche auf Baustellen

In diesem zweiten Durchgang stand das Marketing von Bamtec im Mittelpunkt. Bamtec ist eine vorgeschweißte Bewehrungsmatte, die wie ein „Teppich“ auf der Baustelle nur noch ausgerollt werden muss. Damit wird die Tragfähigkeit des Untergrundes erhöht. Vor allem bei größeren Flächen, etwa bei Tiefgaragen, kommen diese Stärken zum Tragen. Auch die Verlegezeit soll sich um rund 80 bis 90 Prozent reduzieren, was die Gesamtbauzeit verkürzt. Und Zeit ist bekanntlich Geld.

Dorow ist zwar Lizenznehmer und einer der wenigen Anbieter in Deutschland. Doch den richtigen Durchbruch hat der Betrieb mit dem Produkt noch nicht geschafft. Die potenziellen Kunden wissen noch zu wenig über die Vorteile. Es fehlt der Zugang vor allem zu den Planungsbüros. Denn die legen zumeist fest, welche Materialien später beim Bau eingesetzt werden. Das haben die Fraunhofer-Experten im Vorfeld des zweiten Workshops in drei Interviews mit Planungsbüros analysiert. „Bamtec ist ein Produkt, das bisher nicht den Einstieg in die Wertschöpfungskette Bauplanung und -umsetzung geschafft hat“, konstatieren die Fraunhofer-Fachleute.

Die angesprochenen Planungsbüros zeigten sich offen. „Wir müssen es schaffen, die Innovationen und die Vorteile dieser Technologie besser zu kommunizieren“, schlussfolgert Firmen-Senior Hartmut Dorow.

Marketing-Mix als Erfolgshebel

Gesagt, fast getan: Mehrere Maßnahmen sind angedacht, die im dritten Workshop weiter konkretisiert werden sollen. So ist die Entwicklung eines Berechnungstools geplant, um Musterrechnungen für den Einsatz mit und ohne Bamtec durchführen zu können. Vorgesehen sind auch Gastvorträge und Veranstaltungsformate an Hochschulen, um künftigen Bauexperten den Verbundwerkstoff nahezubringen.

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