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Der 3. Workshop: Dorow & Sohn KG

Workshop mit Dorow & Sohn KG18.06.2019

René Dorow ist äußerst zufrieden. „Es hat sich definitiv gelohnt“, kommentiert der Geschäftsführer der Dorow & Sohn KG die Teilnahme seines Betriebes an der IHK-Förderinitiative Dienstleistung. Seine Firma werde hundertprozentig von den erarbeiteten Maßnahmen profitieren, zeigt sich der Unternehmer überzeugt. Kein Wunder, schließlich sind in den drei Workshops wichtige Maßnahmen besprochen worden, die nun vor der Umsetzung stehen.

(Bau-)Zeit ist Geld

Im ersten Durchgang ging es darum, brachliegende Potenziale zur Erschließung von Wachstumsfeldern in dem Oschatzer Großhandelsunternehmen für die Baubranche zu identifizieren. Das hat geklappt, denn rasch ist deutlich geworden, dass Dorow als einer der wenigen bundesweiten Lizenznehmer des Bewehrungsverfahrens Bamtech über ein innovatives Produkt verfügt, das den Kunden helfen kann, jede Menge Geld zu sparen. Nur an der Vermarktung hapert es noch.

Digitales Handwerkszeug für den Vertrieb

Diese Erkenntnis mündet im abschließenden Workshop in konkreten Schritten, um Bamtech zum regionalen Durchbruch zu verhelfen und für Dorow zusätzliche Umsatzimpulse zu generieren. Die Technologie „ist ein höchst effizientes System zur Planung, Herstellung und zum Einbau von gerollten Bewehrungselementen, die maßgeschneidert für die Baustelle hergestellt werden“, verdeutlicht Professor Tobias Dauth von Fraunhofer die Grundlagen. Um das zu veranschaulichen, wurde gemeinsam ein digitales Kalkulationsschema entwickelt. Es ermöglicht die Gegenüberstellung des Einsatzes von Bamtech im Vergleich zu herkömmlichen Methoden wie Rundstahl, Lager- oder Listenmatten.

Mit diesem Werkzeug „kann unser Vertriebsteam schnell den Nutzen deutlich machen“, sagt der Firmenchef. Die jetzt getroffenen Annahmen, die dem Kalkulationsschema zugrunde liegen, müssen nun noch von Dorow verifiziert werden. Dazu soll bei bereits abgeschlossenen Bauprojekten mit Kunden überprüft werden, welche zeitlichen und somit auch finanziellen Einsparungen beim Einsatz von Bamtech möglich gewesen wären. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung mit ganz konkreten Beispielen. Ziel ist ein einfaches, verständliches und verlässliches Instrument, das vielleicht auch bald direkt auf der Webseite integriert wird.

Die richtige Zielgruppenansprache

Als langfristiges Ziel kristallisiert sich heraus, dass Bamtech bereits in der Ausschreibungsphase als attraktive Alternative gelistet sein sollte. Dazu ist es wichtig, die richtigen Zielgruppen anzusprechen. Das sind zum einen die Planungsbüros, da diese häufig entscheiden, welche Materialien beim Bau verwendet werden. Ebenso in den Fokus sollen Bauunternehmen mit eigener Verlegeeinheit rücken. Für sie macht sich die Kostenersparnis leichter bemerkbar, als wenn das spezielle Verlegebetriebe über Subaufträge erledigen. Denn diese geben die Kostenersparnis in der Regel nicht an ihren Auftraggeber weiter. „Größere Bauunternehmen arbeiten nicht mit Subfirmen“, bemerkt dazu Dorow-Mitarbeiter Olaf Hiemann. „Sie haben lieber ihre eigenen Leute.“ Und die müssen für Bamtech gewonnen werden.


Direktkontakt mit Kunden und Multiplikatoren

Um den generellen Bekanntheitsgrad des Bewehrungsverfahrens zu erhöhen, ist nun ein eigenes Veranstaltungskonzept in Planung. Dabei sollen Statiker, Planer und Ingenieure über die Innovationen in der Bauindustrie informiert werden, welche jetzt schon die Abläufe beschleunigen. Dazu zählt dann auch Bamtech. Geschäftsführer Dorow ist davon jedenfalls sehr angetan. Ihm schwebt vor, auch die studentische Bauausbildung zu nutzen, um auf diese Weise das Verfahren langfristig in der akademischen Welt bekannter zu machen.

Saat für Wachstum gelegt

Auf das Unternehmen kommt jetzt die Aufgabe zu, alle geplanten Maßnahmen auch umzusetzen, weiterzuentwickeln und eine Erfolgskontrolle durchzuführen. Das kann etwa anhand der Zahl der neu gewonnenen Kunden oder über Umsatzentwicklungen im Bamtech-Segment erfolgen.

„Fraunhofer hat die Workshops jedenfalls sehr konzentriert und geradlinig geführt.“ bilanziert Dorow. „Viele der angesprochenen Punkte helfen uns enorm weiter. Die in der Initiative gelegte Saat wird aufgehen – davon bin ich überzeugt.“  

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