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Der 3. Workshop: vital.services GmbH

Workshop mit vital.services GmbH18.06.2019

Das Lob fällt klar und deutlich aus. „Ich bin sehr dankbar – die Arbeit mit dem Fraunhofer-Team hat mir wichtige Impulse für die zukünftige Ausrichtung unseres Unternehmens gebracht“, bilanziert Florian Meißner, Geschäftsführer der Leipziger vital.services GmbH, die drei Workshops. „Als Ergebnis haben wir einen übergeordneten Plan, vieles ist nun strukturierter und ermöglicht bei der Vielzahl an Themen eine klare Priorisierung. Es war genau der richtige Zeitpunkt.“ Die Teilnahme hat sich voll und ganz gelohnt.


Partnermanagement als zentrale Säule

Und es hat sich schon eine Menge getan. Zu Beginn der Workshopreihe ging es darum, das Geschäftsmodell unter die Lupe zu nehmen und zu identifizieren, wo Potenziale für weiteres Wachstum vorhanden sind. Vital.services berät und begleitet Gesundheitsdienstleister und hat dazu das GerontoNet entwickelt, einen digitalen Baustein zur Vernetzung vorhandener Systeme in der Patientenversorgung. Der Aufbau eines strategischen Partnermanagements wurde als zentrale Säule des Vertriebskonzeptes herausgearbeitet.


Gute Ausgangsposition bei Systemhäusern

Im finalen Workshop stellten vital.services wie auch Fraunhofer die Ergebnisse einer separaten Recherche vor, welche Anbieter nun als Partner in Frage kommen. Meißner berichtet, dass die Zielgruppe Systemhäuser und Primärsystemhersteller vor der Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen stehen, welche fast die gesamte Personalkapazität binden. Somit bleibt wenig Spielraum für Weiterentwicklung und Innovationen. „Zudem sind Fachkräfte in unserem Umfeld rar, so dass ein einfaches Aufstocken der Personaldecke keine Option darstellt.“ Das bedeutet für das Unternehmen eine gute Ausgangssituation, „da wir einerseits mit Fachwissen und Technologien etwa bei der Nutzung internationaler Standards unterstützen und zum anderen inhaltliche Innovationen in die Zusammenarbeit einbringen können“.

Bekannte und unbekannte Marktteilnehmer

Fraunhofer hat ebenfalls wichtige Player ausgemacht. „Wir wussten von vornherein, dass der Markt sehr unstrukturiert ist und es keine einzelne Quelle gibt, daher war ich auf die Ergebnisse sehr gespannt“, so der vital.services-Chef. Mit wesentlichen Partnern steht sein Unternehmen bereits in Kontakt. Aber auch vollkommen unbekannte potenzielle Marktteilnehmer sind ermittelt worden. „Besonders beeindruckend, und dies hatte ich so nicht erwartet, war die starke Präsenz von Unternehmen und die Agilität in der Schweiz.“ Dies hat Meißner bereits zum Anlass genommen, Konferenzen von eHealth Suisse und HL7 Schweiz zu besuchen. Neben einer Menge von Impulsen „habe ich neue Kontakte mitgebracht, die wir nun aufgreifen und im Sinne unseres strukturierten Partnermanagements bewerten, priorisieren und Schritt für Schritt in Kooperationen umsetzen werden“.

Vertriebsmanagement als Wachstumsmotor ist entscheidend

Fraunhofer-Fachfrau Dr. Marija Radic zieht ein positives Fazit der Workshops. Die Digitalisierung ermöglicht komplett neue Dienstleistungen in der Gesundheitswirtschaft, die mit einer besseren Patientenversorgung, höherer Effizienz und Wachstumschancen für etablierte wie auch neue Player einhergehen. Die GerontoNet-Plattform der vital.services GmbH „ist ein Zukunftsmodell für die Versorgung von chronisch Erkrankten“. Entscheidend für den Erfolg der digitalen Dienstleistung ist ein strategisches Vertriebs- und Partnermanagement – also genau das, was gemeinsam erarbeitet worden ist.

Optimistischer Ausblick

Entsprechend zuversichtlich blickt Meißner in die Zukunft. „In fünf Jahren werden wir uns in einem vollkommen neuen Markt wiederfinden“, sagt er voraus. Der Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit zum Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale Versorgung-Gesetz – DVG) gebe schon einen kleinen Ausblick über die Veränderungen.
In diesem Markt werde vital.services im Raum Deutschland-Österreich-Schweiz „zu den erfolgreichen Anbietern gehören, die mit ihren Partnern um den Patienten herum eine effektive und auf die individuelle Lebenssituation des Erkrankten abgestellte Gesundheitsversorgung organisieren“. Im Mittelpunkt stehe der Bedarf des Patienten. Meißner: „Im Gegensatz zum heutigen Vergütungssystem im Gesundheitswesen werden wir vom Behandlungserfolg auch ökonomisch profitieren.“

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