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Der 1. Workshop: vital.services GmbH

Workshop mit vital.services GmbH12.04.2019

Prognosen zu treffen ist bekanntermaßen schwierig. Geht es nach dem Bundesgesundheitsministerium, dann muss sich die vital.services GmbH aus Leipzig keine großen Sorgen machen. „Digitale Technologien können uns helfen, die Herausforderungen, vor denen fast alle Gesundheitssysteme der westlichen Welt stehen … besser zu lösen“, heißt es auf der Homepage der Berliner Behörde zum Thema E-Health. „Der Gesundheitsmarkt wird in zehn Jahren komplett umgekrempelt sein“, stimmt vital.services-Geschäftsführer Florian Meißner dem zu. Der Megatrend Digitalisierung wird eine maßgebliche Rolle spielen, um die Gesundheitsversorgung, in der die Patienten im Mittelpunkt stehen, zu optimieren.

Lob für moderne Wege der IHK

Um sein 2010 gegründetes Unternehmen für die zukünftigen Herausforderungen optimal aufzustellen, hat Meißner sich um die Teilnahme an der IHK-Förderinitiative Dienstleistung zur Hebung von Wachstumspotenzialen erfolgreich beworben. „Ich war durchaus überrascht, welch moderne Wege die IHK mit ihrer Initiative geht.“

GerontoNet als Add-on-Lösung

Der erste von drei Workshops beginnt mit der Analyse des Geschäftsmodells durch die Experten des Leipziger Fraunhofer Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie. Das Leistungsangebot von vital.services umfasst vor allem die Beratung und Begleitung von Gesundheitsdienstleistern sowie von kleineren Firmen und Start-ups der Medizintechnik. Zentrales Steuersystem zur vernetzten Versorgung von Patienten ist das von vital.services entwickelte GerontoNet. „Wir ersetzen mit unserer Plattform kein System“, erläutert Meißner, „wir sind eine Add-on-Lösung“. Es handelt sich um ergänzende Bausteine für die Patientenversorgung. Generelles Ziel ist, Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung zu helfen und Gesundheitsdienstleister punktgenau in deren Versorgung einzubinden. Interessant ist das System daher für Krankenkassen, Kliniken und Arztpraxen, für chronisch erkrankte Patienten oder pflegende Angehörige, aber auch für Pharma-Produzenten und Medizintechnikhersteller.

Dreiklang an Kompetenzen

Seine Leistungen kommuniziert die Firma neben Direktkontakten bei potentiellen Partnern auch auf nationalen wie internationalen Fachveranstaltungen und im Netz. Dabei kann das Unternehmen auf einen Dreiklang an Kompetenzen als Alleinstellungsmerkmal setzen: die Verknüpfung der Bereiche Gesundheit und Medizin, mit der Informationstechnologie und Betriebswirtschaft.  

Blockchain vor Augen

„Vertrauen ist eine unverzichtbare Grundvoraussetzung im Umgang mit Patientendaten“, stellt Meißner klar. Eine Analyse der Wertschöpfungskette nach dem Porter-Modell zeigt dann auch deutlich auf, dass als wettbewerbsrelevante Positionierungsmöglichkeit sogenannte Smart Contracts auf Basis der Blockchain-Technologie künftig in Betracht gezogen werden sollten. Einmal eingerichtet, ist ein solches System nicht mehr korrigierbar und somit auch frei von möglichen Manipulationen. „Das schafft Vertrauen.“

Bestätigung des Kurses

Die Ergebnisse des ersten Workshops zeigen deutlich: die klare Abgrenzung vom Wettbewerb ist ein Pluspunkt. Produkte und Servicedienstleistungen sind gekennzeichnet von Alleinstellungsmerkmalen, die sich deutlich vom bestehenden Angebot am Markt unterscheiden. „Das haben wir für alle unsere Kundengruppen intensiv herausgearbeitet“, berichtet Meißner. Auch hier sind die bereits vorhandenen strategischen Konzepte „weitgehend bestätigt worden“. Insofern war der Workshop wertvoll und „sehr hilfreich, denn die externe Reflexion und Bestätigung unseres Kurses bringt uns weiter“, lobt der Geschäftsführer.

Vorfreude auf die zweite Runde

Seine Erwartungen an den zweiten Workshop sind jedenfalls groß. „Ich freue mich darauf“, sagt Meißner. Schließlich „hat man im Tagesgeschäft nicht viel Zeit zum Reflektieren“. Dann soll detailliert besprochen werden, wie der Vertrieb, womöglich mit Partnern, optimiert werden kann. Zudem soll es auch darum gehen, die Internationalisierung, zunächst begrenzt auf den deutschsprachigen europäischen Raum, voranzutreiben.

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