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Der 2. Workshop: vital.services GmbH

Workshop mit vital.services GmbH06.06.2019

„Wir haben eine Menge ausprobiert, den Stein der Weisen haben wir noch nicht gefunden“, sagt zwar Florian Meißner, Geschäftsführer der vital.services GmbH in Leipzig. Doch von Enttäuschung ist bei ihm im zweiten Workshop nichts zu spüren. „Nein, beileibe nicht“, winkt der Firmenchef ab. Schließlich „wissen wir, wo wir suchen müssen“. Der Rest sei nun Prüfen, Adaptieren und Erfolgreiches weiterführen. „Ein Patentrezept haben wir auch nicht erwartet, das wäre so etwas wie die eierlegende Wollmichsau gewesen.“

Partnermanagement als zentrale Säule

Aktuell geht es um das Erarbeiten einer Strategie für ein Partnermanagement. „Es ist aufgrund der Komplexität des Gesundheitsmarktes für uns eine zentrale Säule unserer Distribution“, berichtet Meißner. Sein Unternehmen ist in der Beratung und Begleitung von Dienstleistern im Gesundheitswesen tätig und hat mit GerontoNet eine passende eigene Plattform entwickelt. Gerade bei schwierigen medizinischen Fällen oder pflegerischen Situationen ist die Anzahl der Beteiligten beträchtlich. Vital.services ist in der Lage, das System der Partner via GerontoNet mit einer Art modularem Baukasten um eigene Lösungen anzureichen, ohne dass große Entwicklungsaufwendungen oder Investitionen entstehen. Auf diese Weise wird ein Zusatznutzen geboten, betont Meißner. Solche integrierten Mehrwertdienste könnten zudem den Zugang zu neuen Wertschöpfungsketten bieten, „wovon unsere Partner und wir in gleichen Teilen profitieren“.

Ziel: mehr Innovationen, zufriedene Patienten

Bislang sind Kooperationen zumeist auf ein Projekt fixiert. Wenn es zur Zufriedenheit aller Beteiligten funktioniert, wird in der Regel mehr daraus. Mit dem Ausbau des Partnermanagements „möchten wir diesen Weg beschleunigen“, sagt Meißner. „Wir suchen gemeinsam Synergien, die keiner von uns allein heben könnte.“ Das Konzept ist denkbar einfach: Je mehr Beteiligte zusammenarbeiten, umso mehr Innovationen, bedarfsgerechte Versorgungsangebote sowie zufriedene Patienten und Kunden kann es geben.

Gesucht und gefunden: der rote Faden

Mit Unterstützung der Fraunhofer-Berater wurden fünf relevante Arten von Partnern ermittelt: Anwender, fachliche Informationspartner, technische Innovationspartner, Vertriebs- und Servicepartner sowie Multiplikatoren. Dazu konnten Ziele definiert werden, wie die Zusammenarbeit aussehen kann. „Die Frage der Wichtigkeit und der damit verbundenen Priorisierung ist für uns zentral“, kommentiert Meißner. Bisher habe er keine Unterschiede gemacht, jedoch in der täglichen Praxis festgestellt, dass dies langfristig nicht mehr gewährleistet werden könne  – „auch wenn uns alle Themen wichtig sind“. Als Ergebnis des Workshops stellt der Geschäftsführer fest, dass vital.services mit der nunmehrigen Rangfolge einen klaren Fokus setzen kann, „ohne große Kompromisse eingehen zu müssen“. Der rote Faden ist da.

Im dritten und abschließenden Workshop ist vorgesehen, den von Meißner im Nachgang der zweiten Sitzung ausgearbeiteten Plan zum Partnermanagement auf den Prüfstand zu stellen. Die darauf basierenden Initiativen sollen soweit durchgespielt werden, „dass wir uns sicher sind, in das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu investieren“.

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